Die Freude stand Schulleiter Rolf Schemel – selbst Techniklehrer – ins Gesicht geschrieben, als am Donnerstagnachmittag in einer kleinen Feierstunde die beiden neuen Technikräume samt Maschinenraum offiziell eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben wurden. „In Zeiten knapper Kassen bin ich überaus dankbar, dass sowohl die Gemeinde Rheinmünster als auch das Land Baden-Württemberg bei der Mittelvergabe ihre Schwerpunktsetzung auf die qualitativ hochwertige Ausbildung der Schüler an der Schwarzacher Realschule gelegt und die umfangreiche Sanierung der Technikräume ermöglicht haben. Wir sind nun mit allen Fachräumen absolut auf der Höhe der Zeit!“, so Schemel.

Mit der Übergabe dieser Fachräume schließt sich der Kreis umfangreicher Modernisierungsarbeiten an der Schwarzacher Realschule: In den vergangenen 27 Jahren hat die Gemeinde mehr als 13 Millionen in die Bildungsstätte investiert. Der A-Bau mit Lehrerzimmer, Schulleitungsbüros, Sekretariat und Aula wurde energetisch aufgewertet und modernisiert. Das Lehrerzimmer erhielt einen Anbau und die vormals dunkle Aula ein neues Dach sowie ein neues Beleuchtungskonzept. Sämtliche naturwissenschaftliche Fachräume für Biologie, Chemie und Physik sowie der BK-Saal wurden top-modern ausgestattet. Auch die Schulküche erhielt ein modernes Mobiliar und neue Küchengeräte. „Ein super Projekt“, stellte Bürgermeister Thomas Lachnicht fest. „Wir haben den Zeitplan und dank der großzügigen Zuschüsse des Landes Baden-Württemberg auch den Kostenplan einhalten bzw. sogar unterschreiten können – so macht Politik Spaß!“, wandte er sich auch an Staatssekretärin Cornelia von Loga (CDU). Tatsächlich habe die ursprüngliche Kostenschätzung bei 720.000 Euro gelegen und konnte letztendlich um ganze 100.000 Euro unterschritten werden. „Das ist ein tolles Beispiel für erfolgreiche parteiübergreifende Zusammenarbeit“, lobte Staatssekretärin Cornelia von Loga (CDU): Nur 395 Tage nach einer gemeinsamen Begehung, als Herr Bürgermeister Lachnicht sie und Hans-Peter Behrens (Grüne) um Unterstützung gebeten hatte, dürfe sie das Ergebnis der Sanierungsarbeiten sehen und an die Schulgemeinde übergeben. Aus einem Förderprogramm für Schulsanierungen hätten beide Landespolitiker Zuwendungen in Höhe von 455.000 Euro erwirken können. Weitere 60.000 Euro erhielt die Gemeinde aus dem Ausgleichsstock. „Ohne Unterstützung des Landes hätte unsere Gemeinde das nicht stemmen können – und so war sogar noch ein Austausch der alten Werkzeuge realisierbar.“, dankte Bürgermeister Thomas Lachnicht. Tatsächlich wurden nicht nur die Räumlichkeiten bis auf den Rohbau zurückgebaut und mit neuen Leitungen und neuem Industrieparkett ausgestattet und eine Akustikdecke eingezogen, es wurden auch neue Ständerbohrmaschinen, zwei Tellerschleifer, sieben fest installierte Industriesauger und eine Dekupiersäge angeschafft. Auch die alte Säge, das Herz des Maschinenraums, ist mit einer neuen Absauganlage nun wieder auf dem neuesten Stand. Gebrauchte Werkzeuge wurden den Rheinmünsteraner Kindergärten und Grundschulen angeboten.

Architekt Volker Leppert lobte die gute Zusammenarbeit zwischen Schulleitung, Rathaus und allen beteiligten Gewerken und wünschte den Schülern viele „Sternstunden“ in den neuen Räumen. Die AES -Gruppe (Alltagskultur, Ernährung, Soziales) Klasse 7 um Lehrerin Cyrielle Wisser hatte für die Gäste ein Fingerfood-Buffet vorbereitet.

 

Text und Fotos: Katharina Ziegler